22.10.2026
Aus einer Gewinneridee der HESO-Sonderschau 2023 «legemirlos» ist ein praxisnahes Rezeptbuch entstanden. Zehn Solothurner Gemeinden zeigen darin anhand konkreter Beispiele, wie sie die Natur im Siedlungsraum fördern und welche Erfahrungen sie dabei gesammelt haben.
Im Rahmen der HESO-Sonderschau 2023 suchte die Stiftung 3FO nach Ideen für konkrete Verbesserungen im Umweltbereich. Die Jury wählte den Vorschlag von Christine Flury aus, ein Rezeptbuch mit praxisnahen Beispielen zur Förderung der Biodiversität in Solothurner Gemeinden zu entwickeln.
Die Gewinnerin des Ideenwettbewerbs erarbeitete das Rezeptbuch gleich selbst: So führte die Autorin Christine Flury Interviews mit Vertreter:innen aus zehn Gemeinden – aus jedem Bezirk des Kantons Solothurn wurde ein Best-Practice-Beispiel aufgenommen. Im Zentrum standen drei Fragen: Wie fördern die Gemeinden die Natur im Siedlungsraum? Welche Zutaten braucht es für die Umsetzung konkreter Massnahmen? Und was raten die Verantwortlichen anderen Gemeinden, die ähnliche Projekte realisieren möchten?
Während mehr als zwei Jahren trug die Autorin Erfahrungen zusammen, wertete diese aus und stellte die Informationen für die Publikation zusammen.
Gemeinden verfügen über verschiedene Möglichkeiten, die Biodiversität zu fördern: als Eigentümerinnen öffentlicher Flächen, als Planungs- und Bewilligungsbehörden sowie durch ihre Nähe zur Bevölkerung. Das Rezeptbuch gliedert diese Möglichkeiten in acht Handlungsbereiche:
Die vorgestellten Beispiele reichen von der naturnahen Gestaltung eines Friedhofareals über die Weiterbildung von Werkhofmitarbeitenden und die Entwicklung vielfältiger Grünflächen bis zu Biodiversitätstagen und privaten Initiativen.
Jedes Beispiel beschreibt die wichtigsten Zutaten für die Umsetzung, die beteiligten Personen und Stellen sowie den zeitlichen, organisatorischen und finanziellen Aufwand. Ergänzt werden die Beiträge durch konkrete Empfehlungen für andere Gemeinden.
Das Rezeptbuch steht allen 104 Solothurner Gemeinden zur Verfügung. Es soll ihnen dabei helfen, passende Lösungen zu finden, bestehende Ansätze weiterzuentwickeln und von den Erfahrungen anderer Gemeinden zu profitieren.
Denn erfolgreiche Biodiversitätsförderung entsteht nicht von heute auf morgen. Monika Kämpf von der Gemeinde Laupersdorf bringt es im Rezeptbuch auf den Punkt: «Förderung der Biodiversität ist ein Prozess. Es braucht Mut, sich auf das Neue einzulassen und Freude an der Veränderung.»
Am 24. September wurde das Rezeptbuch anlässlich der HESO erstmals öffentlich vorgestellt. Beim Apéro am Stand der Stiftung 3FO nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, die Publikation kennenzulernen und mit Autorin Christine Flury sowie weiteren Projektbeteiligten ins Gespräch zu kommen.
Die Realisierung wurde von der Stiftung 3FO finanziert und gestalterisch umgesetzt. BSB + Partner unterstützte das Projekt als Sponsor und mit fachlicher Begleitung. Einen wesentlichen Beitrag leisteten zudem die Vertreter:innen der zehn porträtierten Gemeinden sowie zahlreiche weitere Fachpersonen und Organisationen.
Rezeptbuch als PDF herunterladen
Gedruckte Exemplare können über admin@3fo.ch bestellt werden.